Moin Moin!

Mit diesen Seiten ist der Stamm Geisterburg des Bundes der Pfadfinderinnen und Pfadfinder (Landesverband Schleswig-Holstein/Hamburg) vertreten.

Wir wollen sowohl dem flüchtigen Besucher, den interessierten Eltern, den Ehemaligen als auch Pfadfindern aus anderen Stämmen und Bünden ein Bild von uns zu vermitteln: Wer wir sind und was wir tun. Hier stellen wir uns selber vor. Im Gästebuch können Besucher gerne Grüße, Kommentare zur Seite usw. hinterlassen. Wer den direkten Kontakt sucht, kann uns über das entsprechende Formular erreichen.

Mit freundlichen Grüßen & Gut Pfad,

euer Stamm Geisterburg

Bilder vom diesjährigen Lagerplatz in Schweden

Zu den Geschehnissen im Tanzsaal
auf der Nachfeier des 33. Hamburger Singewettstreits

01. Juli 2010

Der BdP hat in einer gemeinsamen Erklärung mit dem DPV im März dieses Jahres festgestellt, dass er auf der Grundlage der Unvereinbarkeit der „weltanschaulichen Grundhaltungen [neurechter und völkisch-nationaler Gruppierungen] (…) mit den von uns vertretenen Werten, die wir den uns anvertrauten Kindern und Jugendlichen vorleben“ seine Mitglieder einem derartigen Einfluss nicht aussetzen möchte und mit diesen Gruppierungen keine gemeinsamen Veranstaltungen durchführen wird.
Mitglieder des Freibund haben in den vergangenen Jahren als Besucher am Hamburger Singewettstreit teilgenommen. Dass der Freibund also auch in diesem Jahr am Singewettstreit teilnehmen würde, war zu erwarten. Daher haben wir im Vorfeld Kontakt zu dem Vorbereitungskreis des Singewettstreits aufgenommen, um auf das Problem der Teilnahme neurechter Bünde aufmerksam zu machen. Pinot hat uns hierauf mehrfach mündlich versichert, dass der Vorbereitungskreis das Thema ernst nimmt, sich aber außer Stande sieht, parallel zu den Vorbereitungen offiziell Stellung zu beziehen. Vermutlich hat es von Seiten des Vorbereitungskreises auch keinen Versuch gegeben, im Vorfeld Kontakt mit dem Freibund (oder den anderen betreffenden Gruppen) aufzunehmen.
Nach der Pause der Endausscheidung machte pinot dann die Ansage, bei dem er stellvertretend für den Vorbereitungskreis keine Toleranz gegenüber links- wie rechtspolitischen Extremismus klarstellte. Darüber hinaus wurde speziell der Freibund genannt, dem man beim Hamburger Singewettstreit keine Plattform bieten wolle [Fußnote: der genaue Wortlaut ist in der Stellungnahme vom 31.05.2010 dokumentiert.]. Diese Aussage wurde von den anwesenden Zuhörer mit Beifall bestätigt.
Nach dem Singewettstreit fand die Nachfeier in Harburg statt, an der auch Mitglieder des Freibunds und des DMWB teilnahmen, vornehmlich am Angebot im Tanzsaal. Die scheinbar überwiegend minderjährigen Personen waren an ihrer Tracht und Bundesabzeichen als solche entsprechend erkennbar.
Die offizielle Nachfeier des Hamburger Singewettstreits gehört in unseren Augen (auch wenn der Veranstalter wie bei der Vorfeier rechtlich ein anderer ist) zu dem Gesamtkonzept „Hamburger Singewettstreit“. Wer auf dem Hamburger Singewettstreit unerwünscht ist, wird dies auch auf den Rahmenveranstaltungen sein. Von unserer Seite wurde versucht die Veranstalter sowohl über die Personen am Einlass als auch über den Hauptverantwortlichen triton persönlich auf die Anwesenheit des Freibunds und den Widerspruch zu pinots Aussage hinzuweisen. Beide Versuche die Veranstalter zum Handeln anzuregen wurden abgeblockt, nicht ernst genommen oder auf ein unbestimmtes „morgen“ verschoben.
Unabhängig vom Verhalten der Einzelpersonen und Absichten des Freibunds ist nach unserem Verständnis die reine Anwesenheit auf solch einer Veranstaltung ein Versuch, diese als Plattform zu nutzen: zum Austausch, zur Selbstdarstellung und vielleicht auch zur Provokation. Einige Personen entschieden sich aufgrund der Teilnahme des Freibunds an der Nachfeier diese nicht zu betreten. Andere, die bereits vor Ort waren, entschlossen sich, selbst mit den Mitgliedern des Freibunds zu sprechen. Diese Gruppe bestand aus Mitgliedern des Stammes Geisterburg, Mitgliedern des BdP aus anderen Stämmen und Landesverbänden, sowie Mitgliedern anderer Bünde.
Da im Tanzsaal nur die jüngeren Mitglieder des Freibunds und keine Älteren oder Gruppenleiter als solche erkennbar waren, und diese auf Versuche, über Blickkontakt und direkte Ansprache den Kontakt zu erreichen, nicht reagierten, traten mehrere Personen nach kurzer Überlegung in den Tanzkreis, legten eine Hand auf die Schulter des Betreffenden, und teilten ihnen sachlich mit, dass die Anwesenheit ihres Bundes hier nicht erwünscht sei, und sie die Veranstaltung verlassen sollten. Dies wurde anscheinend akzeptiert und die Angesprochenen begaben sich zu ihren Sachen am gegenüberliegenden Ende des Raumes, vermutlich um mit diesen die Veranstaltung tatsächlich zu verlassen. Ältere Personen, die sich als Mitglieder des Freibunds oder deren Unterstützer verhielten, traten auf sie zu und es schien sich eine interne Diskussion zu entwickeln.
Die Gruppe im Türbereich ist im Verlauf des Geschehens über Unterstützer und neugierige Zuschauer auf schätzungsweise 30 bis 40 Personen gewachsen. Aus dieser Gruppe heraus kam von etwa zehn Personen der gemeinsame, gedehnte Zuruf „tschüss, Freibund!“ begleitet von Winken.

  • Es wurde niemand gewaltsam aus dem Tanzkreis gezogen.
  • Es wurde keine Drohungen ausgesprochen oder anderweitig kommuniziert.
  • Es gab keine Sprechchöre.

Die Mitglieder des Freibunds gingen langsam Richtung Tür, als eine weibliche, nach eigener Aussage nicht dem Freibund zugehörige Person ins Geschehen eingriff. Ihr Auftreten wirkte verzweifelt und aggressiv, in ihrem Monolog gegenüber uns verließ sie jede sachliche Ebene, wurde ausfallend und beschimpfte die Anwesenden, wobei sie unangemessene Vergleich mit Nazis bemühte. Im Zuge dessen entwickelte sich eine Diskussion, bei der sich nun auch Wortführende des Freibunds einschalteten. Die Mitglieder des Freibunds blieben hierbei auch weitestgehend sachlich. Sie argumentierten, dass die hier anwesenden kein Recht hätten, sie der Veranstaltung zu verweisen. Darüber hinaus sei ihnen die offizielle Ansage bei der Endausscheidung nicht bekannt gewesen. Während dieser Auseinandersetzung tauchten Mitglieder der FCP auf, die versuchten die entstandene Situation zu verstehen und deeskalierend einzugreifen. Hier stellte sich aber ein weiteres Problem heraus: die Veranstalter waren bei der Endausscheidung nicht anwesend, wussten weder um die Diskussionen über den Freibund im Vorfeld des Singewettstreits, noch von pinots Ansage. Letztendlich entschied man sich auf die Forderung, den Freibund der Veranstaltung zu verweisen, einzugehen. So bat der Veranstalter, dass sich die in und vor dem Tanzsaal versammelten Personen auflösen mögen, damit in Ruhe das Gespräch mit dem Vorbereitungskreis gesucht werden könne. Diesem wurde dann auch Folge geleistet, so dass der Freibund und die anderen Anwesenden sich trennten. Ergebnis des Gesprächs war, wie im Erlebnisbericht von Jule, Zwusel und Gunthard festgehalten, dass pinot die Gruppe um den Freibund zum Verlassen der Veranstaltung aufforderte.
Die Aktion derer, die sich beim Tanzsaal gegen die Anwesenheit des Freibunds eingesetzt haben, war durchgehend friedlich und sachlich. Es kam zu keinerlei verbaler oder körperlicher Gewalt. Es sind weder Drohungen noch Beleidigungen gegen Einzelne oder die Gruppe ausgesprochen. Das Wort des Veranstalters wurde akzeptiert, als klar war, dass die Veranstalter das Problem ernst nehmen und sich um eine Lösung bemühen.
– Lio