Auf den Grundkurs fahren einige R/R’s, um etwas über eine bestimmte Stufe zu lernen. Es gibt die Wølfings-, die Pfadfinder-, die R/R- und die StaFü-Stufe.Während des Kurses lernt man viele Pfadfinder aus anderen Stämmen kennen. Dazu werden die Teilnehmer in so genannte „Runden“ aufgeteilt.
Wølflingsstufe: Caro, Walther,Mini, Lisa Wi.
R/R-Stufe: Jascha, Luci, Hauke
Pfadfinderstufe: Schorsch, Jenny,
Stafü-Stufe: -
(Caro & Hauke)
Samstag 04.04.:
Nach einer langen Anreise mit der Bahn kamen wir in Barmstedt an. Dort erwartete uns schon ein nett vorbereitetes Buffet. Nachdem alle angekommen waren, wurden wir sogleich in die Runden eingeteilt und konnten unsere Zimmer auffrischen. Die Stunden des Nachmittags wurden mit dem Kennenlernen vieler Teilnehmer und der Kursstätte verbracht. Auch mit dem jeweiligen Rundenpaten wurden einige Dinge besprochen. Z.B. sollte sich jede Runde einen Namen überlegen. Diese Namen sind sehr, sehr unterschiedlich: Name der Runde (Rundenpate)
- Biss ins Käsebrot (Alea)
- Runde Leckereien (Pola)
- Junges Glück (Annemarie)
- Die Anstalt (Benni D.)
- Alafia (Annabelle)
- NapizraM (Timo Z.)
- Mel Merio (Raffi)
- Hardcore Engelchen (Inga F.)
- SHLEG Cobalt (Sina)
Die Namen wurden ebenso verschieden vorgestellt. Es gab Präsentationen von einer Traumreise bis hin zu einem gewollt schlechten Rap. Leider gibt es auch immer wieder einige, die wegen der Rundenzusammenstellung unzufrieden sind.
Nun lassen wir den Tag mit einer Singerunde ausklingen und schlafen später die erste Nacht in dieser Kursstätte.
(Caro & Hauke)
Sonntag 05.04:
Frisch und putzmunter weckten uns in einer klangvollen Harmonie die Teamer an diesem noch tristen Frühlingsmorgen. Nach einer leicht auflockernden Morgenrunde und einem stärkenden Frühstück, nutzten Schorsch und Hauke die halbstündige Pause, um joggen zu gehen.Am Vormittag wird es auf diesem Kurs meistens eine Stufenzeit geben. Dort werden stufenspezifische Inhalte vermittelt. Heute hatten wir also unsere erste Stufenzeit. Es wurden noch mal Kennenlernspiele gespielt und die Stämme vorgestellt. In der R/R-Stufe haben alle in einem Gedicht, Text, Foto oder Lied die Arbeitsweise der R/R’s in ihrem Stamm vorgestellt.Schon früh wurde deutlich, dass es gewaltige Unterschiede gibt. Z.B., dass das Rollenspiel, welches sich für unseren Stamm zur Tradition etabliert hat, in einigen Stämmen nicht bekannt war, bzw. die Stämme darüber erstaunt waren, dass wir engagierte Mitglieder haben, die etwas derartig Aufwendiges planen.
Jeden Tag in der Mittagszeit gibt es eine Aktivzeit, die für jeden Teilnehmer freiwillig ist und die wir auch selber gestalten sollen. Heute wurde sie noch von einem Teamer übernommen:
Hip Hop Dance mit Timo
Nachmittags wurde die Pädagogische Konzeption der Pfadfinder vorgestellt. In dieser Konzeption sind die Arbeitsweisen, Methoden und Ziele der Pfadfinder verankert. Für einige von uns war das nicht ganz so spannend, da vorher schon andere Kurse besucht wurden.Später gab es dann noch Besuch von einem ehemaligen Stammesführer aus Aurich (heute Rechtsanwalt), der uns unsere Aufsichtspflicht gegenüber den Sipplingen und Wølflingen näher gebracht hat.
Mit vollen Mägen konnten wir einen weiteren freiwilligen Programmblock bewusst wählen. Einige analysierten und diskutierten das Pfadfinderliedgut, andere konnten sich mit verschiedenen Atemtechniken vertraut machen und wieder andere konnten beim Theaterspielen ihre Kreativität und Spontanität einbringen. Neben einer weiteren Singerunde, gibt es nun als Abendprogramm eine Diskussionsrunde und eine Massage AG, wo die Caro und der Hauke sich jetzt gemütlich hinbegeben werden.
(Caro & Hauke)
Montag 06.04.:
Jede Gruppe hat auf diesem Kurs natürlich auch verschiedene Dienste. Der Weckdienst gehört da nicht unbedingt zu den Beliebtesten. Diesen Morgen wurden wir ziemlich brutal mit Kochtöpfen und anderen Dingen die Krach machen geweckt. Nach dem Frühstück ging es dann weiter mit der Stufenzeit. In der Wölflingsstufe wurde über die Ziele und Methoden, über Spielpädagogik, über Rollenverhalten und über die verschiedenen möglichen Führungsstile gesprochen. Die Lerneinheiten über Rollenverhalten, Führungsstile usw. fand ich sehr interessant, da man sich in den Rollen wieder finden konnte und man auch andere Personen aus dem Stamm zu verschiedenen Rollen zuordnen konnte. Zwischendurch gab es auch eine Einheit an der alle Teilnehmer des Kurses teilgenommen haben. Es ging um unsere Kundschaft. Eine Kundschaft ist ein Art Projekt, wo man irgendwo hinfährt und sich über ein bestimmtes Thema informiert. Wir machen dies natürlich in unseren Gruppen und haben alle verschiedene Themen. Meine Runde hat das Thema „Merkwürdigkeiten“ abbekommen. Natürlich gab es Themen, die ich lieber gemacht hätte z.B hätte ich mich gerne mit dem Fairen Handel beschäftigt. Aber ich denke, dass auch unser Thema spannend wird, auch wenn ich mir noch nichts Genaueres darunter vorstellen kann, da ich noch nicht dazu gekommen bin unser Informationsmaterial, das wir bekommen haben, zu lesen. Am Ende müssen wir dann eine kleine Präsentation über unsere Kundschaft machen und sie den Anderen vorstellen. Also geht es morgen auf unsere Kundschaft und wir kommen erst am Mittwoch wieder. Jede Gruppe schläft dann in einem Pfadfinderheim, das in der Nähe von Hamburg liegt, wo auch die Projekte stattfinden. Näheres dazu also am Mittwoch.
Mein Tag war heute eigentlich gut, ich war zwischendurch allerdings ein wenig gestresst, genervt und müde. Jetzt werde ich mal wieder runter gehen und sehen, ob es eine gute Singerunde gibt.
(Caro)
Dienstag 07.04.:
Halbzeit. Heute geht es für uns alle (bis auf die Teamer) auf Kundschaft. Das heißt, jede Gruppe befasst sich heute und morgen mir einem bestimmten Thema. Meine Runde hat das Thema „KunstWerke“ abbekommen und wir fuhren dafür nach Hamburg in das Museum für Kunst und Gewerbe. Das war echt super. Ein netter Herr, der in seiner Jugend auch einmal Pfadfinder war, führte uns ein wenig herum und erzählte uns eine nette, aber traurige Geschichte eines Künstlerehepaares. Nach dem ziemlich coolen Besuch des Museums beäugten wir schließlich noch die Kunsthalle, weil wir in einem Kunstrausch waren. Dort hielten wir uns auch eine lange kurze Weile auf, um anschließend (für mich) nach Hause in die Geisterburg zu fahren. Jede Gruppe übernachtete in einem umliegenden Heim; Hauptsache nicht in der Kursstätte, in der die Teamer verweilten. Die wollten ihre Ruhe! Wir haben dann abends nett gegessen und singen konnten wirt auch noch, aber wir waren schon relativ müde. Deswegen gingen wir nach einer besinnlichen Abendrunde früh ins Bett.
(Hauke)
Mittwoch 08.04.:
Die Kundschaft ist vorbei, wir sind wieder in der Kursstätte. Einige Gruppen kamen leider erst verspätet an, dennoch genau rechtzeitig, um am Fußballspiel gegen die Teamer teilzunehmen. Selbstverständlich haben die Teilis mit einer deutlich besseren Taktik und einer noch viel besseren Aufstellung mit einem 2:1 das Spiel für sich entscheiden können.Das Spiel war wirklich erste Sahne. Der nette Zivi von der Stätte, erbarmte sich, die Pfeife zu sein.Viel spannender waren am heutigen Tag jedoch die Präsentationen über die Kundschaften der anderen Gruppe. Die Themen gingen von Suchtprävention über Försterei bis hin zur Hip Hop Akademie. Ebenso breit gefächert war die Ziehung der Vortragsweisen. So hatten wir am Abend einen netten „Fernsehabend“. Es gab KiKa, Tagesschau, Sportschau, eine Doku, ein Musical und vieles mehr.
Es war wirklich äußert spannend. Danach war der Abend aber auch leider wieder vorbei und wir können nun nur wieder zum Singen.
(Hauke)
Donnerstag 09.04.:
Ich will ja nichts sagen, aber ich glaube, heute war der beste Abend auf dem ganzen
Kurs für mich und meine Runde. Es war Rundenabend. Jede Runde hat etwas für sich gemacht. Und wenn ich sage unser Abend war abstrakt, kreativ, ekelig und total spaßig, dann hab ich schon vieles erwähnt, aber konnte ihn trotzdem nicht beschreiben. Unser Thema: das „Kein Buch“ ein Tipp für Groß und Klein. Es geht darum, mit diesem Buch alles Mögliche anzustellen, was man sonst nicht erwarten würde, bzw. was man gerne aus Versehen tut, wie z.B. seine tropfende Kaffeetasse darauf abstellen, aber das Haustier daran nagen lassen… und und und… Dieses Buch wird nach dem Kurs bei mir verweilen und ich werde eine super Erinnerung an diesen Kurs, diesen Abend, diese Runde haben. Einfach herrlich.
(Hauke)
Freitag 10.04.:
Freitag war für uns alle ein etwas anstregender, aber spaßiger Tag. Heute war das Forum dran. Jede Stufe sollte ihre Arbeit über die Woche am Nachmittag präsentieren. So, dass jeder mal in jeder Stufe schnuppern konnte. Auch Gäste waren eingeladen. Von ganzen 7 Gästen war unser Stamm mit 6 Leuten vertreten.
Caro hat sich über ein Wiedersehen mit Svantje sehr gefreut und auch ich hab mich gefreut zwischendurch mal wieder andere Gesichter zu sehen. Einer von uns, musste leider an diesem Tag nach Hause fahren. Die stimmung war daher etwas trübe auf dem gesamten Kurs. Aber wir konnten uns schnell wieder erholen, um den Rest des Abends in kleinen Gruppen zu genießen. So war ich mit Mini und Sam (Kelte aus Berlin) abends noch einmal mit einer Fackel in den Wald, um über den Tag und die bisherige Zeit auf dem Kurs nachzudenken. Das war wirklich ziemlich entspannend und tat uns dreien sehr gut.
(Hauke)
Samstag 11.04.:
Heute nach dem Frühstück mussten wir uns ganz unerwartet alle zusammen finden. Eigentlich stand jetzt Stufenzeit auf dem Programm, aber aus aktuellem Anlass gab es eine Einheit zur Konfliktlösung für alle. Wir haben dort anhand eines Rollenspieles erprobt, wie sich eine Gruppe gegenüber Mobbingopfer verhält. Das fand ich sehr interessant.
Danach war dann doch noch Stufenzeit und alle Stufen haben ihr eigenes Programm gemacht.
Das Wetter war heute mal wieder total super, so wie eigentlich die ganze Woche schon. Nach dem Mittagessen gab es dann eine längere Pause, wo sich alle draußen beschäftigt haben. Ein paar Leute spielten Volleyball, andere chillten in der Sonne.
Nachmittags haben wir dann gemeinsam unser Abschlussfest vorbereitet. Einige haben sich um die Dekoration gekümmert und andere um das Essen. Abends fing dann das Fest an, das unter dem Motto Beachparty stand. Es gab total leckeres Essen und interessante Beiträge von verschiedenen Gruppen, wie Liedbeiträge oder ein paar Sketche.
Nach dem Aufräumen gab es dann den allabendlichen Abschlusskreis und dann noch die letzte Singerunde. Parallel dazu konnte man in einem anderen Raum „Koffer schreiben“. Jeder Teilnehmer hat so einen „Koffer“, also einen Zettel, wo ein Koffer drauf ist, auf die die anderen Teilnehmer Grüße und andere Texte hinterlassen können. Diese Zettel nehmen dann die Teamer erst mal wieder mit und sie werden dann mit den Kursmappen zu uns nach Hause geschickt.
(Caro)
Sonntag 12.04.:
Unser letzter Tag war geprägt durch gründliches Aufräumen. Allerdings gab es davor noch eine Reflexion von der Woche. Erst trafen wir uns in den Stufen um zu reflektieren und danach hat jeder einen Fragebogen bekommen, den die Teamer erstellt haben. Dort konnten wir uns dann über die Kurswoche negativ und positiv auslassen.
Nach dem reflektieren ging es dann los mit dem Aufräumen. Als das erledigt war, mussten wir auch schon bald Abschied nehmen. Wir haben noch einen großen Abschlusskreis gemacht und sind dann nach einer ereignisreichen Woche ohne viel Schlaf mit der Bahn nach Hause gefahren.
(Caro)